Antimalware Service Executable
Antimalware Service Executable - Wenn Du den Task-Manager von Windows öffnest, ist Dir vielleicht schon der Prozess „Antimalware Service Executable“ aufgefallen. Viele Nutzer berichten, dass dieser Prozess ihre CPU stark belastet und den Rechner deutlich langsamer macht. Doch keine Sorge – wir erklären Dir ausführlich, was dieser Prozess ist, warum er arbeitet, wie Du ihn unter Kontrolle bringen kannst und worauf Du achten solltest, damit Dein System sicher bleibt.
13. Oktober 2025 | 5 Min. Lesezeit
Was ist Antimalware Service Executable?
Der Prozess Antimalware Service Executable gehört zu Windows Defender, dem eingebauten Antivirusprogramm von Microsoft. Auf Deinem Rechner sorgt er dafür, dass alle Dateien regelmäßig auf Viren, Malware oder andere Bedrohungen überprüft werden.
Die dazugehörige ausführbare Datei heißt MsMpEng.exe. Sie arbeitet im Hintergrund, scannt Dein System und schützt Deinen PC in Echtzeit. Genau deshalb kann Dein Computer manchmal extrem langsam reagieren: Während eines vollständigen Systemscans nutzt Windows Defender sämtliche CPU-Ressourcen, die gerade verfügbar sind.
Besonders nach einem Upgrade auf Windows 10 oder Windows 11 kann die CPU-Auslastung deutlich ansteigen, weil Windows Defender alle Dateien gleichzeitig überprüfen möchte.
Das kann mehrere Stunden dauern – je nach Größe Deiner Festplatte und der Anzahl der gespeicherten Dateien.
Warum verursacht Antimalware Service Executable eine hohe CPU-Auslastung?
Die hohe Auslastung hängt damit zusammen, dass Windows Defender im Hintergrund arbeitet. Standardmäßig führt das Programm Vollscans aus, sobald Dein Computer nicht aktiv genutzt wird.
Diese Scans sind notwendig, um mögliche Bedrohungen zu erkennen und zu entfernen, verbrauchen jedoch sehr viele Systemressourcen.
Darüber hinaus überprüft der Prozess auch ständig neue Dateien, die Du herunterlädst oder öffnest. Dies geschieht in Echtzeit, damit Dein Computer jederzeit geschützt ist. Besonders auffällig wird die hohe CPU-Auslastung, wenn:
. Windows Defender einen vollständigen Scan durchführt.
. Du gerade Deinen PC einschaltest und schnell etwas erledigen möchtest.
. Mehrere Programme gleichzeitig laufen und Ressourcen beanspruchen.
Antimalware Service Executable deaktivieren?
Grundsätzlich solltest Du den Prozess nicht sofort deaktivieren, da er Deinen Computer schützt. Wenn Du Windows Defender deaktivierst, benötigst Du unbedingt ein anderes Anti-Malware-Programm, sonst riskierst Du, dass Schadsoftware unbemerkt auf Deinen Rechner gelangt.
Unter Windows 10 oder Windows 11 kannst Du den Echtzeitschutz oder den cloudbasierten Schutz temporär ausschalten:
1. Öffne das Startmenü und tippe „Sicherheit“ ein.
2. Wähle die App Windows-Sicherheit aus.
3. Klicke auf das Schutzschild-Symbol und dann unter Viren- & Bedrohungsschutz auf Einstellungen verwalten.
4. Deaktiviere den Echtzeitschutz und den cloudbasierten Schutz.
Beachte: Der Echtzeitschutz wird nach einiger Zeit automatisch wieder aktiviert.
Tipps, um die CPU-Auslastung durch Antimalware Service Executable zu reduzieren
1. Zeitplan für Scans anpassen
Der größte CPU-Verbrauch entsteht oft, wenn Windows Defender einen vollständigen Scan durchführt. Du kannst den Scan auf einen Zeitpunkt legen, an dem Du den PC nicht aktiv nutzt.
So geht’s:
1. Öffne das Startmenü, tippe Aufgabenplanung ein und starte die App.
2. Navigiere zu: Aufgabenplanungsbibliothek\Microsoft\Windows\Windows Defender
3. Doppelklicke auf Windows Defender Scheduled Scan.
4. Unter dem Reiter Bedingungen deaktivierst Du alle Optionen und klickst auf OK.
5. Unter Trigger kannst Du einen neuen Scan-Zeitplan erstellen, zum Beispiel nachts oder zu einer Zeit, wenn der PC nicht stark genutzt wird.
Damit verhinderst Du, dass Antimalware Service Executable Deinen Rechner tagsüber ausbremst.
2. Antimalware Service Executable in die Ausschlussliste aufnehmen
Windows Defender überprüft standardmäßig alle Dateien, einschließlich seiner eigenen. Das kann zu Schleifen oder unerwünschten Verzögerungen führen. Du kannst diesen Ordner von den Scans ausschließen:
1. Öffne den Task-Manager (Strg+Umschalt+Esc).
2. Suche den Prozess Antimalware Service Executable, rechtsklicke darauf und wähle Dateipfad öffnen.
3. Kopiere den vollständigen Pfad der Datei MsMpEng.exe.
4. Öffne Windows Defender Security Center über das Startmenü.
5. Gehe zu Viren- & Bedrohungsschutz ? Einstellungen ? Ausschlüsse.
6. Klicke auf Ausschluss hinzufügen ? Ordner und füge den Pfad ein.
Jetzt ignoriert Windows Defender diesen Ordner und die CPU-Auslastung kann sinken.
3. Windows Defender deaktivieren
Wenn die ersten beiden Lösungen nicht helfen und Du Windows Defender komplett ausschalten möchtest, musst Du vorher unbedingt ein alternatives Anti-Malware-Programm installieren.
So deaktivierst Du Windows Defender:
1. Drücke Windows + R, gib regedit ein und öffne den Registrierungs-Editor.
2. Navigiere zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender
3. Suche den Eintrag DisableAntiSpyware. Setze seinen Wert auf 1.
4. Falls der Eintrag fehlt, erstelle einen neuen DWORD-Wert (32-Bit) mit dem Namen DisableAntiSpyware und setze ihn auf 1.
Damit wird Windows Defender dauerhaft deaktiviert – und natürlich auch Antimalware Service Executable.
4. Auf Malware prüfen
Es kann auch sein, dass Malware die hohe CPU-Auslastung verstärkt. In diesem Fall lohnt sich ein gründlicher Scan mit einer externen Anti-Malware-Lösung, z.?B. Emsisoft Anti-Malware, um das System sauber zu halten.
Warum Antimalware Service Executable wichtig ist
Obwohl der Prozess nervig sein kann, schützt er Deinen Computer aktiv. Er überwacht Dein System in Echtzeit, entfernt Viren, Malware und Trojaner und sorgt dafür, dass keine Schadsoftware unbemerkt bleibt.
Daher gilt: Lass den Prozess zunächst seine Arbeit machen und gehe nur Schritt für Schritt vor, um die Leistung Deines PCs zu optimieren, ohne die Sicherheit zu gefährden.
Fazit
Der Prozess Antimalware Service Executable ist ein zentraler Bestandteil von Windows Defender. Er kann die CPU stark belasten, besonders während Vollscans. Mit den oben beschriebenen Methoden – Scan-Zeitplan ändern, Ausschlussliste nutzen, Defender optional deaktivieren oder auf Malware prüfen – kannst Du die Performance Deines Computers erheblich verbessern.
Windows Defender und der Prozess Antimalware Service Executable sind kostenlos integriert, schützen zuverlässig und lassen sich flexibel anpassen. So bleibt Dein System sowohl sicher als auch leistungsfähig.
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